Tapete auf Lehmwänden

„Kann man eigentlich auf Lehmwände tapezieren?“

Also, welchen Untergrund braucht man zum Tapezieren? Einen angemessen ebenen, glatten Untergrund, der nicht den ganzen Kleister aufsaugt bevor er die Tapete klebt. Das heist, erst die Form des Untergrundes klären oder anpassen. Letzteres geht entweder durch annässen und mit dem Schwammbrett oder Schwamm reiben. Dann mit Glätter glätten. Wenn das nicht ausreichen sollte, hilft nur eine dünne Schicht Lehmfeinputz. Dann grundieren mit einer Grundierung aus Wasserglas, Cellulose und Dispersion < 5% (findet man bei den einschlägigen Herstellern) oder, was auch reicht, einfach mit dem Tapetenkleister vorstreichen. Dann Tapezieren. Das Gesagte gilt für rauhfaserartige Papier Tapeten. Bei Stofftapeten analog verfahren. Zu Vinyl- und anderen Kunststofftapeten mag ich nichts sagen.

Zum Bild: Untergrund: alter Lehmputz. Rauhfasertapete der Risse in der Wand wegen (man wollte hier nicht das ganze Haus in eine Baustelle verwandeln, sondern einziehen). Kaseinfarbe. Afrikanisches Figürchen.