Lehmputz auf Holzflächen

„Kann ich Lehmputz auf Holz oder Holzwerktoffe aufbringen?“

Ja,das geht, aber: Wenn im Fachwerkbau über die Holzbalken geputzt werden soll, was innenseitig ja eher die Regel ist, wird über die Holzbalken ein Putzträger, z.B. Schilfrohrmatten oder ähnliches, angetackert. Hierein kann sich der Lehmputz vekrallen.

Das Prinzip gilt auch bei allen mehr oder weniger glatten Holzflächen wie Verbretterungen, OSB-Platten oder ähnlichem, außer Holzfaserplatten. Da ich Streckmetall nicht so sehr mag, benutze ich lieber Schilfrohrmatten oder -platten. Das ist aber mühsamer.

Bei OSB-Platten scheiden sich die Geister, ob darauf ein nasser Putz folgen soll oder nicht. Bei manchen OSB-Platten kann es durchschlgenden Flecken von Holzinhaltsstoffen kommen. Ich kenne Lehmbauer, die hier keine Schwierigkeiten haben und solche, die es konsequent ablehnen. Wer sich unsicher ist, kann überlegen eine Diagonalschalung anstatt der OSB-Platten einzubauen. Ansonsten gibt es ja noch Lehmbauplatten.Das Bild oben zeigt beide Varianten.

Auf dem Bild links Steko-Holzmodulbauwände und darauf eine 16 mm Lehmtrockenputzplatte geschraubt. (Die Putzflecken sind gerade angefertigte Farbmuster des Japanputzes.)

Auf Holzfaserplatten, wie z.B. Innendämmplatten oder Trockenbauplatten, wird mit Lehmfeinputzen gearbeitet. Mehr dazu hier.