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Schichtaufbau einer Wandheizung

„Wie ist der Schichtaufbau bei einer Wandheizung?“

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Gehen wir davon aus, dass wir einen tragfähigen Untergrund haben. Dann werden die Heizungsrohre (Verbund-, PE- oder Kupferrohr) mittels Klippleisten an die Wand montiert und auf Dichtigkeit geprüft. Jetzt folgt ein Lehmunterputz mit Faserzuschlägen, der direkt über die Rohre abgezogen wird. Nun wird die Heizung mit der planmäßigen Vorlauftemperatur angeheizt bis diese erste Lage Unterputz vollständg ausgetrocknet ist. Die Heizung wird jetzt abgeschaltet. Es folgt eine zweite Lage Lehmunterputz von 8 – 10 mm Dicke. Hier wird ein Flachsarmierungsgewebe vollflächig eingearbeitet. Es könnte auch ein Glasfasergewebe sein, aber die Ökobilanz … Dieser zweiten Lage wird nun ohne Unterstützung der Heizung Zeit bis zum vollständigen Durchtrocknen gegeben. Als dritte und letzte Schicht erfolgt ein Lehmfeinputz, fertig für einen Anstrich, oder ein Lehmfinishputz.

Das Foto zeigt die erste Lage Lehmunterputz. Die PE-Heizungsrohre sind zu sehen. Links die Kalksandsteinwand mit den Rohren vor dem Verputz. Es handelt sich hier um ein Arbeitszimmer in einem Souterain mit Beton- und Kalksandstein wänden. Die Wandheizung und der Lehmputz bewirken ein Raumklima wie oberirdisch – nein, nicht überirdisch, aber fast.

 

Wandheizung

„Eignet sich Lehmputz für Wandheizungen?“

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Lehmputze sind für Wandheizungen perfekt. Neben den bekannten guten Eigenschaften für das Innenraumklima speichert und verteilt Lehm die Wärme des Heizsystems sehr gut. Hinzukommt, dass Lehmputze eher weich sind und damit die Spannungen im Putz durch wechselnde Temperaturen gut vertragen. Besonders geeignet sind Lehmunterputze mit Strohfasern, die wiederum für eine gute Spannungsaufnahme sorgen und gleichzeitig eine Armierung darstellen. Für den Trockenbau gibt es Lehmbauplatten mit integrierten Wandheizungssystem. Wandheizungen haben sich auch im Holzbau sehr bewährt.

Die Fotos zeigen Wandheizrohre auf einer Lehmstapelwand und auf Schilfrohrputzträger.